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GESPRÄCHSABENDE als IMPROVISATIONEN ZUR ANTHROPOSOPHIE HEUTE
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Im Saal © 2017 by DMGG
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jeweils von 19h3+ bis 21h3+ in Dornbirn, der Höchsterstraße 30
FR, 8. Dezember
Der Josef-Weg
Dem Kommenden dienen
Der junge Joseph in Ägypten, der alte in Nazareth und Betlehem, beide werden sie vom Schicksal unerbittlich in den Dienst am Zukünftigen eingespannt. Das erste Mal geht es ums Volk Israel, das zweite um die gesamte Menschheit, nie aber um sie selbst. Der eine wird reich und mächtig, der andre bleibt arm und untertänig, doch nur, um den jeweiligen Auftrag erfüllen zu können. Im Sichfügen nämlich erkennt ein Josef seinen Weg.
12
FR, 24. November
Verstehen und Beherzigen
Unterschiedliche Ansätze zu denken
Wenn analysiert, dh. zerstückelt wird, dann arbeitet der Kopf an einem Verständnis von der Welt, das tot bleibt. Im besten Fall führt dies zu leblosem Wissen, zum Inhalt einer Wissenschaft von nur der Materie. Das ist nicht die einzig mögliche Art zu denken. Werden nämlich die Gedanken beweglich gestaltet, bildhaft lebendig und vom Herzen durchwärmt, so führen sie zum Erkennen weisheitsvoll wesentlicher Zusammenhänge.
19
FR, 3. November
Wesensgliederwandlung
Selbsterziehung als Lebensnotwendigkeit
Vollkommen sind wir Menschen nicht, ganz im Gegenteil: wir bedürfen fortwährender Schulung, um uns zu entwickeln, indem wir unser Leben nutzen. Hiezu setzen wir bei den Wesensgliedern an, allermeistens unbewusst. Seelenlicht, Lebenskräfte und stoffdurchsetzte Gestalt können aber auch bewusst geläutert, harmonisiert und umgeformt werden. Dies kann aus Selbsterkenntnis geschehen und bedarf der Kunst des Gleichgewichtens.
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FR, 29. September
Seelenwellen
Wechsel von Krieg und Frieden
Die Menschenseele pendelt zwischen Frieden und Krieg. Das Ausschlagen in die eine oder andre Richtung spielt zunächst im Astralbereich, wo es abgemildert oder hochgepeitscht werden kann. Des Menschen Geschichte ist voll davon, und dieses Hinundher treibt seine Entwicklung voran. Denn im Gegensatz zum Tier verantwortet der Mensch sein Lassen und Tun. In den solcherart aufgeworfenen Seelenfurchen mag seine geistige Saat aufkeimen.
12
FR, 23. Juni
Johannes in Grün
Im Lebensbereich des Taufens
Das Taufen entspringt der überlieferten semitischen Praxis des Tauchbades. Der in Kamelhaar gekleidete, wilden Honig und Heuschrecken essende, Wasser trinkende Eremit 'Ioannes, ein Verwandter Jesu, brauchte die ungezähmte Natur des Jordanlandes, um Lebenskräfte zu sammeln, welche ihn begabten, das alte Einweihungsgeschehen in ein neues zu wandeln. Nach dem Bild der Pflanzen werden solche Kräfte auch die grünen genannt.
15
FR, 26. Mai
Barocke Lebensfreude
Neues Schaffen nach grosser Zerstörung
Der Körpermasseindex war in der Barockzeit wohl ein andrer. Nach dreissig Jahren Krieg und abgewendeter Türkenplage wollte die Bevölkerung nicht mehr darben. Wirtschaftliche Erholung, eine berechenbarere Politik und die Aufklärung liessen allmählich wieder Lebensmut keimen. Geistliche und weltliche Kunst gediehen zu einem entsprechenden Bild-, Formen- und Klangausdruck, an dem auch die Hilfe geistiger Mächte erkennbar wird.
10
FR, 28. April
Miteinander Brot brechen
Was zu Emmaus gezeigt worden ist
Das Reichen von Brot und Wein kennen wir seit der Begegnung von Abram mit Melchisedeq (Gen.14,18-20), das Brechen von Brot seit dem Letzten Abendmahl, das durch jenes Brechen zum Ersten geworden ist. Die beiden Jünger, denen zu Emmaus das Brot gebrochen worden ist, haben die neue gemeinschaftsbildende Dimension dieses Rituals erfahren und dadurch auf einmal das Wesen erkennen können, aus dem eine solche entsteht.
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KARFR/SA, 14./15. April
Karsamstag von 15h bis 17h15
Tod und Auferstehung
Wenn das Grab zur Wiege wird
Ein Grab wird meist als Endstation betrachtet. Vom hineingebetteten Leichnam kehrt kein Leben wieder, weder aus Staub noch Knochen oder gar aus Asche. Was kann von solch lichtlosem Geloch erwartet werden? Bestenfalls etwas Trost für Hinterbliebene. Ergreift jedoch ein Wesen jenes Dunkel und durchdringt es mit eignem Licht, dann wird die letzte Ruhestätte zur Wiege: eine neue Form kann sich verdichten bis hin zu neuer Leiblichkeit.
28 / 21
FR, 24. März
Nacht und Tag
Bewusstseinsrhythmen des Menschen
Ruhen und Bewegen in rhythmischem Wandel werden vor allem bei höherem Tier und Mensch deutlich. Pflanzenartig vegetatives Hindämmern und mehr oder weniger bewusstes Tätigwerden wechseln einander ab, um ein notwendiges Gleichgewicht zu erhalten. Denn von Atomteilchen und Molekülen über lebende Zellen bis zu Sternsystemen setzt jedwede Entwicklung auf ein schwingendes Vorankommen zwischen Innehalten und Fortschreiten.
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FR, 24. Februar
Spiel der Wesensglieder
Wie Leib, Seele und Geist zusammenwirken
Von stupid materialistischer Deutung bis hin zu gewagten Träumereien reichen heutzutage die Vorstellungen zu Leib, Seele und Geist. Zu einem klaren Verständnis dieser drei Wesensbereiche führt das Konzept der Wesensglieder samt ihrem Zusammenspiel und ihrer Verwandlung. Der individuelle Mensch, wie wir ihn kennen, zeigt sich als Momentaufnahme einer langen Entwicklung vom Anlauf der Welt bis zu deren Erfüllung.
19
FR, 27. Jänner
Aus der Zukunft herein
Der Ansatz des Christian Rosenkreutz
Das Christentum wird meist historisch verstanden. Mit der Auferstehung ist schließlich ein Impuls zur Verwandlung der Menschheit gegeben worden, der bis heute fortschwingt. Von der geheimnisvollen Person des Christian Rosenkreutz stammt der Anstoß, die Wirkung des Christus als von der Zukunft herkommend zu begreifen, ganz wie das den Lebensströmen eigen ist. Und ja, der Christus erscheint im Ätherischen.
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jeweils von 19h3+ bis 21h3+ in Dornbirn, der Höchsterstraße 30
FR, 9. Dezember
Ja zu Erde und Mensch
Jesus als Meister der Hingabe
Jesus von Nazareth, ein Mensch, ein Gott? Sein Bild hat sich durch 20 Jahrhunderte stark verändert. Am heiligen Abend feiern die einen seine Geburt. Dieser Abend leitet eine geweihte Nacht ein, der zwölf rauhere folgen. An deren Ende feiern die andren. Alle Christen aber verehren ihn als den, der sich am Kreuz geopfert hat, als einen Meister des Sichhingebens an die irdischen Verhältnisse. Manchen ist er auch ein stets wiederkehrender Begleiter der Menschheit.
24
FR, 25. November
Sphärenwesen
Der Mensch vor der Geburt
Was bringt ein geistiges Wesen der vierten Hierarchie dazu, wieder zu inkarnieren? Nach dem Tod war es nach und nach in die Planetensphären gewachsen und west nun eingebettet in sein notwendiges Umfeld. Doch gerade aus dieser Wesentlichkeit erfährt es den „Durst nach Dasein”, wie's einst der Buddha Gautama ausgedrückt hat. Werden und Entwickeln ist ihm nämlich nur auf Erden möglich - dies schaut es vor der Geburt.
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FR, 28. Oktober
Europa im Zwist
Völker in schwierigem Austausch
In ganz Europa treten alte, erneuerte Bruchlinien immer offener und besorgniserregender zutage. Die Menschengruppen werden einander fremder bis hin zu medial verstärkten Feindseligkeiten. Denn Sammelbestrebungen, welche die Menschen unvorbereitet treffen, spalten eher, als dass sie vereinen. Dies zeigt sich in ganz Europa, nicht etwa nur in der Europäischen Union. Ganz Europa wird sich also auf seine wechselseitigen Aufgaben besinnen müssen.
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Neudorfstraße 13b © 2011 by DMGG
jeweils von 19h3+ bis 21h3+ in Lustenau, Neudorfstraße 13b
FR, 30. September
Wandern oder Fliehen
Migration als Entwicklungsphänomen
Menschen fliehen oder wandern aus, emigrieren, um sicherere oder angenehmere Lebensumstände zu finden. Dieser Verlagerungsprozess wird auf verschiedene Weise ausgelöst und fortgesetzt, weil es unterschiedliche geistige Wesen sind, die Menschen behindern oder fördern. Mit seinen notwendigen Schub- und Sogwirkungen trägt er dazu bei, dass sich Menschengruppen auflösen und wiederum mit andren neu vermischen.
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FR, 24. Juni
Das Fremde in mir und um mich
Ich und Nicht-Ich im Menschen
Was unterscheidet mich von anderem? Und unter welchen Umständen fördert mich diese Unterscheidung, unter welchen schadet sie mir? Vom psychophysischen Immunsystem bis hin zu höchsten Seelenregungen spielt das Fremde eine entscheidende Rolle in meinem Leben (wie auch im Leben von Tier und Pflanze). Will ich mich behaupten, muss ich das Fremde abwehren; will ich es aber kennenlernen, muss ich mich zurücknehmen.
14
FR, 27. Mai
Zu wendende Not
Die Tiere als bedürftige Gruppen
siehe Text der WfGW vom Mai 2016
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FR, 29. April
Nehmen und Wiedergeben
Licht und Luft im Atem der Pflanze
Das atmosphärische Kohlendioxyd wurde zum bedrohlichen Schrecken der Menschheit erklärt, da es zivilisationsbewirkt, aber unkontrolliert zuzunehmen scheint. Anders wird es im Pflanzenreich erlebt. Hier wird das für Tier und Mensch giftige Gas eingeatmet und mithilfe von Licht gespalten; in die Luft wird wohltuender Sauerstoff abgegeben. Dies geschieht in selbstloser Weise aus reiner Notwendigkeit und mahnt so an einen fernen Bewusstseinszustand.
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KARFR, 25. März
Hoffnung der Kreatur
Christuswirken durch die Elemente
Seit mit dem Mysterium von Golgatha die Ewigkeit in den Zeitstrom eingebrochen ist, wird in den Naturreichen auf Erlösung gehofft, wie schon Paulus schrieb (Röm.8,18-23). Um dem ihnen innewohnenden Tod entgegenzuwirken, hat der Christus die lebendigen Hüllen der Erde ergriffen. Im druidischen Irland wurde dies geschaut und vom "Rìgh nan dùl" gesprochen, vom König, der im Kreatürlichen bis in die Elemente wirksam wird.
24
FR, 26. Februar
Der Stein, der mich stützt
Vom Umgang mit dem Mineralischen
Der Mensch erlebt den Stein als dauerhaft, obwohl sogar das Mineralreich fortwährendes Bewegen zeitigt. So fliesst etwa das Wasser, der Inbegriff alles Flüssigen, oder wabern Gase. Wie wandelbar sie auch sein mögen, Stein, Wasser und Gase sind an Masse gebunden, denn das Mineral ist der Schwere unterworfen. An ihr oder ihr zum Trotz richtet der Mensch seine Gestalt auf.
21
FR, 29. Jänner
Wie nehmen wir wahr?
Mit Empfindung und Begriff zur Erkenntnis
Was wir mit den Sinnen ohne jedes Vorurteil aufnehmen, wird reine Erfahrung genannt. Aus dem Zusammenklang einer solchen Empfindung mit dem ihr entsprechenden Begriff bilden wir eine Erkenntnis. Genau dazu braucht der Mensch das Denken. In der so gewonnenen Form erscheint ihm die Wirklichkeit. Wer das nicht übt, bleibt im Wähnen stecken oder verfällt gar der Illusion.
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jeweils von 19h30 bis 21h30 in Lustenau, Neudorfstraße 13b
FR, 11. Dezember
Hinter den Vorhang blicken
Geschichte als Schilderung von Symptomen
Will ich mich selbst bewusst in den Strom des Geschehens einbringen, muss sich mir das Tun und Lassen der Menschen ebenso erschliessen wie das Hereinwirken höherer Wesenheiten, wenigstens in allgemeinen Zügen. Eine symptomatologische Betrachtungsweise, die mich die Spuren solch geistiger Impulse oder gar Strömungen auffinden lässt, kann dabei entscheidend helfen.
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FR, 27. November
Märtyrerwesen
Um eines Glaubens willen sterben
Ein gewaltsamer Tod ist wohl nicht wünschenswert. Was also veranlasst hin und wieder Menschen, wegen irgendeines Glaubens zu sterben? Beim Glauben handelt es sich um eine Kraft, die der Mensch aus der Sternenwelt bezieht. Diese kann bis zu einer Unbedingtheit gesteigert werden, die den Tod nicht mehr fürchten lässt, ihn sogar als erstrebenswert erscheinen lassen mag.
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FR, 30. Oktober
Wenn Fromme töten
Gewalt aus selbstgefälligem Gebet
Kaum haben die Taliban einen Ort erobert, sollen sie schon eine Schreckensherrschaft ausüben. Aber was führen gewisse Hindugruppen mit Sikhs in ihrer Nachbarschaft auf? Und wie ist das etwa mit Kreuzzügen oder Katharern gewesen, vom Dreissigjährigen Krieg ganz zu schweigen? Wer beim Beten aufs Tun des Anderen schielt, betritt einen Weg, der bis zu Mord und Totschlag führen kann.
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FR, 25. September
Moses, Christus, Mohammed
Drei Berufungen auf Abraham
In Hârân, heute auf türkischem Staatsgebiet, hörte der fromme Abram den Ruf, nach Südwesten zu ziehen. Im Vertrauen darauf, dem höchsten Gott zu dienen, folgte er, bis er in Salem von Melchisedek empfangen wurde. Später verbreitete sich sein Eingottglaube auf dreifache Weise. In historischer Tragik stehen die nachgeborenen Gläubigen einander immer noch fremd bis feindlich gegenüber.
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FR, 26. Juni
Selbstverständnis
Identitätsfindung und -wahrung
Die Identität eines Menschen setzt sich aus verschiedenen Zugehörigkeiten zusammen: Familie, Freundeskreis, Beruf, eine bestimmte Kultur, aber auch Wohnort, Region oder Staat; dazu kommt noch die eigene Haltung. Ich brauche alle, um meine Persönlichkeit zu bilden. Doch immer wieder werden Teile der Identität in Frage gestellt. Ohne initiatives Sich-Stellen wird sie kaum aufrecht zu erhalten sein.
12
FR, 29. Mai
Umbauter Raum
Das Haus als Hülle des Menschen
Sobald der Mensch die Höhlen verliess, begann er, sich Unterstände zu bauen, um überleben zu können. Wie die Kleidung entsprachen diese mehr oder weniger seinen jeweiligen Bedürfnissen. Einerseits schuf und schafft er sich damit eine weitere Hülle für seinen von der Haut umschlossenen Körper, andrerseits einen neuen Raum, den er zudem mit seinem Mitmenschen teilen kann.
12
FR, 1. Mai
Substanz, Materie, Stoff
Was der Mensch auf Erden bearbeitet
Aus kalter, weil absichtsloser Daseinslosigkeit glüht als erstes Wollen substanzreiche Wärme auf. Licht, Klang, ja selbst Leben bilden sich daraus. Unscheinbare Drehimpulse verschmieren zu Atomteilchen, wodurch Materie begründet wird. Zu Molekülen geballt, lässt sie alles Stoffliche, ob luftig, wässrig oder fest, erscheinen. Daraus formt der Mensch mehr oder weniger bewusst, was er will.
14
KARFR, 3. April
Der Ruf des Vaters
Auf dem Weg zum Weltengrund
In den Erdentiefen © f.d.Bearbeitung 2015 by DMGG
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FR, 27. März
Ort der Auferstehung
Das Grab als Einweihungsraum
„Und solang du das nicht hast, dieses Stirb und Werde, bist du nur ein trüber Gast, auf der dunklen Erde.” So drückt Goethe in „Selige Sehnsucht” aus, worum es geht: um die Erfahrung, dass der Weg zum Leben durch den Tod führt. Der lichtlose Verwandlungsraum, Ort des Loslassens und Neufassens, wird von alters her Grab genannt. Und dort verbleibt nur, was nicht verwandelt werden kann.
14
FR, 27. Februar
Raumberührung
Was zwischen Innen und Aussen spielt
Die Welt liegt um mich herum ausgebreitet und drängt heran, was als erfahrbares Feld verstanden werden kann. Obschon ich mich darin ganz natürlich bewege, gehöre ich jenem nicht vollständig an. Meine Seele kennt sich selbst ebenfalls als ein Erlebnisfeld, nämlich als die vielfältig untersuchte und geschilderte Innenwelt. Wo diese und die äussere einander berühren, wird mir bewusst: ich bin hier.
11
FR, 30. Jänner
Wochenimpulse
Ein Kalender für die Seele
Die Woche ist ein planetenbezogener Tagesrhythmus, der jeweils sonntags anhebt. Die inkarnierte Seele schwingt darin in sich stets erneuernder Wiederholung. Ohne solch beweglichen Rahmen würde sie sich in der Uferlosigkeit irdischen Daseins verlieren. Rudolf Steiner hat bereits 1912 versucht, diesem Seelenbedürfnis mit eigens dafür gedichteten Kalendersprüchen Rechnung zu tragen.
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jeweils von 19h30 bis 21h30 in Lustenau, Neudorfstraße 13b
FR, 12. Dezember
Bewusste Stunde
Wie der Mensch Zeitatem schöpft
Die Uhr kann es nicht. Doch der Mensch ist seinem Erleben nach imstande, Zeit zusammenzuziehen oder zu dehnen, besonders dann, wenn er sich seinem Innenleben zuwendet. Stunden können so zu Minuten werden oder umgekehrt. Die Kunst der Meditation wendet diese Fähigkeit an, um wach, in scheinbarer Leere, aus der Ewigkeit zu schöpfen. Auf diese Weise wird mir meine Gegenwart bewusst.
13
FR, 28. November
Lebensrückschau
Vom Umkehren des Zeitstroms
Nicht immer blickt der Mensch nur in die Zukunft. Schon zu Lebzeiten schaut er auch in die Vergangenheit zurück Um dies wirklichkeitsgemäss zu tun, müsste er den Zeitstrom umkehren. Beim Sterben geschieht das von selbst. Dabei gibt es nichts mehr zu steuern, was für den Unvorbereiteten zu Schwierigkeiten führen mag. Wer dagegen alles Bindende losgelassen hat, ist für die Lebensrückschau gewappnet.
16
FR, 31. Oktober
Rhythmisches Vortanzen
Zeiterleben dank kosmischen Mustern
Ob Merkur die Sonne in 88 Erdentagen umkreist oder Venus in weniger als einem Erdenjahr und Mars in mehr als einem, ob Jupiter 12 Erdenjahre dazu braucht und Saturn gar 30, alle Planeten führen ihren Tanz auch um die Erde auf. Dadurch weisen sie unsrer physischen Heimat verschiedene Zeitrhythmen, die ihr über den Mond vermittelt werden. Das betrifft jedes wie immer geartetes Leben.
13
FR, 26. September
Wachen im Sturm
Was Zeitgenossenschaft bedeutet
Das Menschenwesen muss sich seinen Daseinsbedingungen stellen, der Natur und der Kultur, in die es hineingeboren worden ist. Manche geographische und geschichtliche Verhältnisse können leicht umgesetzt werden, andre nur mühsam. Doch wie beziehen sich diese Umstände auf meine mitgebrachte Aufgabe und damit auf den tieferen Sinn meines Lebens hier und jetzt?
12
FR, 27. Juni
Völkerhader
Gehört Russland zu Europa?
Nach Europa zu fragen, heisst beileibe nicht nur gemeinsame wirtschaftliche oder politische Interessen zu suchen. Sind doch die meisten Kulturimpulse, die heute weltweit wirksam sind, von diesem Halbkontinent ausgegangen. Asiaten, Germanen, Mittelmeerbewohner und Slawen haben sich zu Völkern entwickelt, die mehr gegen- als miteinander den vielfältigen Kulturraum gestaltet haben. Wer gehört heute dazu? Und wem käme es zu, das zu entscheiden?
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FR, 23. Mai
Dynamische Kurven
Konstellationen und Erdenformen
Die Welle des Werdens verläuft keineswegs linear, vielmehr neigt sie zum Kreisen, was zu vielfältigen Kurvenbewegungen führt. Ihr Ausdruck erscheint ebenso in dauerhaften Sternbeziehungen wie in starren irdischen Formgebilden. Ob Bootes im Südwesten, Saturn in der Waage oder ein Beckenknochen, alles kann als Moment der Dynamik begriffen werden. Sie lässt aus Urbildern Impulse entstehen, entwickelt diese im Wandel und schreibt zuletzt ein jedes wieder ins Ewige ein.
9
FR, 25. April
Vom Nichterkennen
Wovon der Weg nach Emmaus erzählt
Da wandern zwei der Jünger von Jerusalem ins karge Land hinaus und kommen nicht darauf, wer sich zu ihnen gesellt! Dieses nachösterliche Paradox lässt sich zwar psychologisch auflösen, etwa mit der Benommenheit nach all den Aufregungen rund um Tod und Auferstehung erklären. Geisteswissenschaftlich stellt sich die kurze Geschichte hingegen anders dar. Was heisst es, den nicht zu erkennen, den man sucht? Was bedeutet es, am Wesentlichen vorbeizuleben?
12
FR, 21. März
Glauben und Bekennen
Religion und Machtanspruch
Wer eine religiöse Gesinnung pflegt, also nach Wiederverbindung mit dem Göttlich-Geistigen strebt, sucht keinen Streit. Die „irrationale Stimmungsmache”, die meist als von der Religion motiviert dargestellt wird, hat mit dieser wenig zu schaffen, wohl aber mit Konfession. Aus dem Bekenntnis zu bestimmten Anschauungen, die auch aus religiösen Gedankenformen stammen können, wächst nur zu oft das zwanghafte Bedürfnis, dem Anderen das Eigene unter die Nase zu reiben, gar gewaltsam „nahe” zu bringen.
12
FR, 21. Februar
Im Andren bin Ich
Begegnung als Erkenntnisvorgang
Immer wieder neu erkenne ich mich im Du, bezeugen uns die Aufmerksamen. Was hat es mit diesem andren Wesen auf sich? Begegnet mir hier ein abstossend Fremdes oder ein anziehend Vertrautes? Nur Stocknaive meinen, es auf den ersten Blick durchschauen zu können. Meine Vorurteile muss ich vielmehr vergessen, wenn eine Begegnung überhaupt stattfinden soll. Dann aber kann sich das Mysterium ereignen, etwas über mich selbst zu erfahren.
22
FR, 24. Jänner
Fabelwesen
Entwicklungsstufen der Seele
Drache oder Einhorn lediglich allegorisch zu deuten, wäre ziemlich kurz gegriffen. Die exakte Phantasie, wie Rudolf Steiner die Imagination auch nennt, erschliesst uns noch andere Welten als die irdische; zum Beispiel die seelische, in deren Tiefen alles zu finden ist, was der Mensch je auf seinem weitverästelten Entwicklungspfad erlebt hat, allgemeine Erfahrungen wie auch besondere. Überlieferte Bildkompositionen von Fabelwesen erinnern daran.
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jeweils von 19h30 bis 21h30 in Lustenau, Neudorfstraße 13b
FR, 6. Dezember
Schatten der Heiligen
Krampus, Schmutzli und Genossen
„Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten.” lässt Goethe Götz von Berlichingen im gleichnamigen Schauspiel sagen. Und so verfinstern nicht nur gutmeinende, sondern auch herzensgute, ja heiligmässige Menschen bestimmte Räume ihres Umfelds. Daraus wirken dann andere Impulse als von segensreichen Händen. Im Volksglauben nehmen sie oft Gestalt an, erscheinen als Plagegeister oder aber, vom Menschen beherrscht, als dienende Wesen.
20
FR, 29. November
Selbst-Offenbarung
Vom Wesensausdruck des Menschen
Viel ist von der Menschenwürde die Rede, mehr noch von den daraus abgeleiteten Menschenrechten, die jeweils von andren eingefordert werden. Doch woraus wird die Würde des Menschen ihrerseits abgeleitet? Dieses bis in physische Formen inkarnierte Wesen ist eine besondere Erscheinung, berufen, sich eigenständig zu entwickeln und so seinen Sinn aus sich selbst zu offenbaren. Vor einem Spiegel geht das wohl nicht - dazu braucht es den Anderen.
11
FR, 25. Oktober
Offenes Zusammenspiel
Wie ein Staatswesen gebildet wird
Was unterscheidet ein Gruppen- von einem Gemeinwesen und beide von einem Staatswesen? Denn von Anfang an war es für die Entwicklung der Menschen entscheidend, wie sie zusammenfinden, um gemeinsam zu leben und ihre Bedürfnisse aufeinander abzustimmen. Blutsgebundene Sippen wandelten sich zu geführten Völkern, diese gründeten Reiche, schliesslich entstanden mehr oder weniger selbstbestimmte Demokratien. Und dann?
7
FR, 27. September
Kräftespielarten
Was oder wer Natur bewirkt
Nicht nur im klimabedingten Wandel der Jahreszeiten kann das Weben recht verschiedener Kräfte erfahren werden, auch an einem einzelnen wurzelwerkgestützten Grashalm zeigen sie sich. Diese Kräfte lassen Wärme, Licht und Klang lebendig in Erscheinung treten. Wohlgeführte Naturwesen sind es, die deren Zusammenspiel im Mineral, in der Pflanze und im Geschehen bewegter Leiber bewirken, Grundlage gerade auch der menschlichen Entwicklung.
13
FR, 28. Juni
Atmen im Tun
Der Sinn der Berufung auf dem Prüfstand
Wenn ein Mensch innehält, um zu prüfen, wo er steht und wie er dahin gekommen ist, taucht die Frage nach seiner Berufung auf. Vorangekommen ist er durchs Tätigwerden. Aber war es ihm nur Beschäftigung, gar nur Job? Oder hat er sich darin selbst ausgedrückt wie im Atmen? Johanni und die folgende Jahreszeit geben wieder Gelegenheit, sich Rechenschaft von seinem fremd- oder selbstbestimmten Tun und Lassen abzulegen.
20
FR, 24. Mai
Vater, Sohn und Geist
Wie Trinitatis begangen werden kann
„Sprich: ‚Er ist der Eine Gott, Allah, der Absolute. Er zeugt nicht und ist nicht gezeugt, und es gibt keinen, der Ihm gleicht.'” (QRN, 112) In ihrer Dreigestalt war die Gottheit dem Propheten unzugänglich, nicht jedoch den hellenistisch geschulten Kirchenvätern. Und wie gehen wir heute mit dem dreifachen Ausdruck göttlicher Wirksamkeit um? Überall begegnet sie uns, nirgendwo nicht. Der Sonntag nach Pfingsten mag daran erinnern.
14
FR, 26. April
Natur wird Kultur
Was Menschenarbeit vollbringt
Der Umstand, „dass die beständig steigende wissenschaftliche und technische Entwicklung den Menschen immer mehr von der Natur ablöst” (R.Guardini), macht uns betroffen. Denn das von selbst vorhandene Naturprodukt wird durch menschliches Zutun in Kulturgüter verwandelt. Dies wird rücksichtslos umgesetzt, wenn der Mensch lediglich seinen Konsuminteressen folgt. Nichteinmal die Kunst dient der Entwicklung, wenn sie den anderen nicht erreicht.
9
FR, 22. März
Weihen und Heilen
Von Gabriel zu Raphael
„Mein Herr ist Gott” ruft Gabriel, „Gott heilt” Raphael, und sie widerspechen einander nicht. Goethe hätte gesagt „Sie reichen einander die goldnen Eimer”. Denn ihre Rufe hängen zusammen, erwächst doch jede Heilkraft aus einer mehr oder weniger bewussten Einweihung (Diplom oder Doktorat geben lediglich den irdischen Anschein davon). Besonders deutlich erscheint dies im Ostergeschehen, das sich von der Weihemitternacht an vorbereitet.
13
FR, 22. Februar
Stiller Kultus
Was Menschengebet vollbringt
Ob mit gefalteten Händen oder weit ausgebreiteten Armen, ob im geschlossenen Raum oder unter freiem Himmel, ob einsam oder in Gemeinschaft, der Betende bleibt dem, der nicht betet, ein Rätsel. Der stille Kultus, wie das Gebet des Menschen auch genannt werden kann, wendet sich an ein höheres Wesen als er selbst ist. Wenn das Bitten, Danken oder Preisen gelingt, dann überwindet es die Trennung von Sein und Werden.
13
FR, 25. Jänner
Sterne in mir
Der Seele kosmische Natur
Scha'ul der Pharisäer wurde nahe Damaskus von einem Licht aus den Himmeln umstrahlt und fiel geblendet zur Erde nieder (Apg.9,3-4). Welch Licht erschütterte seine Seele? Jeder Mensch trägt bis in die Knochen Himmelslicht in sich, das er vor seiner Inkarnation aufgenommen hat, Licht seines Sterns, Licht der Sonne, Licht der Wandelsterne. Daraus entflammt sein Wesen, um sich, verdunkelnd, im Irdischen zu entwickeln.
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jeweils von 19h30 bis 21h30 in Lustenau, Neudorfstraße 13b
FR, 7. Dezember
Der alte Begleiter
Neben der Schwangeren Josef
Ein wesentliches Motiv der Adventzeit zeigt sich im Bild des Alten, der gläubig die unverhofft Schwangere begleitet. Ihm war gesagt worden, er solle sie zum Weibe nehmen (Mt.1, 20-21). Damit war sie geschützt. Schutz und Rat sind es, die vom alten Menschen ausgehen können, wenn er die eigenen Interessen zurückzustellen vermag. Dann wird sein Dasein zum Segen für die Jungen, denen es zukommt, die Welt zu ergreifen und zu gestalten.
14
FR, 23. November
Der Weg durchs Tor
Meditation als Eingang ins Geistige
Abt Columban, der auch zwei Jahre in Brigantium weilte, hatte sich immer wieder zurückgezogen, um seinem Gott in innerem Gespräch nahe zu sein. - Mehr denn je braucht es heute diese Art Gespräch, um durchs Tor der eigenen Mitte in die geistige Welt zu gelangen. Dort findet der Mensch nämlich die Partner, die ihm beim Gestalten seines Lebens ebenso gründlich helfen können wie beim Erfüllen seines Auftrags innerhalb der Menschheit.
12
FR, 26. Oktober
EUropa am Wegkreuz
Ungehemmter Handel oder freie Kultur
Was ist mit der Freiheit der Person gemeint, auf die gleich die Freiheiten des Kapitals, des Waren- und des Dienstleistungsverkehrs folgen? Denn so bestimmen das seit 1957 die Römischen Verträge, lange vor Einigungsvertrag (1992) und Währungsunion. Derzeit leidet Europa unter EUritis, einer Art Binnenmarkt-Entzündung. Das Heilmittel dagegen wäre das Erfahren der Gemeinschaft, das jedoch nur einem gemeinsamen Kulturbewusstsein entspringen kann.
14
FR, 28. September
Ich werde Mensch
Erwachen am Gegensatz
Ein Individuum bin ich, das der Menschheit angehört. Macht allein dieser Umstand mich schon zum Menschen? Die öffentliche Meinung behauptet ja derlei. Im Gegensatz zum geistigen Sein meiner selbst, zur schieren eigenen Existenz, handelt es sich beim Menschentum um ein Werden. Eine Entwicklung muss geschehen, um immer mehr Mensch zu werden, sonst fällt das Einzelne ins Tierhafte zurück. An diesem fundamentalen Gegensatz können wir erwachen.
14
FR, 22. Juni
Die Macht der Lüge
Wenn das Ich betrogen wird
Die Lüge als solche wirkt unmittelbar zerstörend, denn sie macht einen wahren Sachverhalt unwirksam. Sogar als Notlüge führt sie zu falschen Vorstellungen und kann somit unpassende Taten auslösen, was wiederum das Karma verwirrt. Jede Lüge zersetzt zudem das Denken der oder des Lügenden. Noch schlimmer als die Lüge ist allerdings die Halbwahrheit, denn sie zerstört nicht nur, sondern leitet obendrein in die Irre.
29
FR, 25. Mai
Am Boden arbeiten
Erdenverantwortung im Kleinen
Blickt der Mensch über den unversiegelten Boden hin, sieht er Stein oder Kies, Lehm oder Humus, darüber vielfach Pflanzen, die ihre Wurzeln ins Mineralische geschlagen haben. Erkennen wird er da, wie Leben aus Unbelebtem wächst. Dies geht ihn etwas an, denn es dient ihm in vielfältiger Weise. Ob nun im Garten, auf dem Acker oder im Wald, mit aufmerksamer Arbeit am Boden kommt er seiner Verantwortung unmittelbar nach.
14
FR, 27. April
Geist auf Erden
Das Weltbild Rudolf Steiners
So erdverhaftet der Mensch auch erscheinen mag, eingehüllt in seinen stofflichen Leib, nicht anders lebensfähig als unter irdisch materiellen Bedingungen, so wenig hat dieses Bild mit der Wirklichkeit zu tun. Rudolf Steiner hat zu Beginn des XX.Jahrhunderts erneut darauf verwiesen, dass die Welt nur aus dem Geist zu begreifen ist und der Mensch als geistiges Wesen sich immer wieder auf der physischen Erde verwirklicht. Einen „Bürger zweier Welten” nannte er ihn.
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FR, 23. März
Von Ostern an
Der belebte Jahreskreislauf
Wann setzt ein Jahreskreislauf eigentlich ein? Ist das abendländische Neujahr wirklich als Beginn geeignet? Ein auf die Erdenwirksamkeit des Christus ausgerichteter Kalender wird mit dem Ostermorgen beginnen, denn da empfängt das Jahr seinen Belebungsschub, der bis zum folgenden Karfreitag hin abklingt. Johanni, Michaeli, Weihnachten und andere geben weitere Impulse, von denen sich der Mensch anregen, aber auch tragen lassen mag.
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FR, 24. Februar
Zeit für mich
Vom Umgehen mit der Zeit
Der Mensch hat mehr oder weniger Zeit. Oder macht er Zeit? Indem wir uns auf einen materiellen Leib stützen, sind wir zweifellos einem bestimmten Zeitmass unterworfen, was uns im Alltagstrott kaum sonderlich auffällt. Zu besonderen Stunden bemerken wir jedoch, wie sich die Zeit dehnt oder wie sie schrumpft. Verläuft sie am Ende nicht chronologisch innerhalb einer Lebensspanne? Könnte der Mensch auch im Umgang mit der Zeit freier walten?
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FR, 27. Jänner
Lebenszeitraum
Der lebendige Mensch als Zeitwesen
Schon lange beschäftigt das menschliche Denken, was Zeit sei. Ist sie irdischen oder kosmischen Ursprungs? Eine selbständige Instanz oder eine auftauchende Wirkung verborgener Abläufe? Die Physik redet von der vierten Dimension. Das Zeitgeschehen lässt sich an Gestalt und Tätigkeit der Lebewesen erkennen, ihr eigenes Wesen bleibt dagegen unfassbar. Und doch kann am Menschen der Ansatz zum Lösen ihres Rätsels gefunden werden.
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jeweils von 19h30 bis 21h30 in Lustenau, Neudorfstraße 13b
FR, 9. Dezember
Eintauchen ins Leben
Der Mensch im Vorgeburtlichen
Rudolf Steiner berichtet von den antiken Mysterien zu Ephesos, sie seien besonders mit dem Herannahen der Menschenseelen ans Tor der Geburt befasst gewesen. Diese Seelen nannte er „Weltentsprossene Wesen”, weil sie von der ganzen sonnenbeschienenen Welt begabt worden sind, um inkarnieren zu können. Geboren, entfalten wir die so erworbenen Begabungen nur teilweise. Welche Hilfe dürfen wir aus dem Vorgeburtlichen erwarten?
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FR, 25. November
Sarg, Urne oder Tisch
Vom Zurücklassen des Leibes
Zunehmend fragen sich die Menschen, was nach dem Tod aus dem selbstgeformten physischen Leib werden soll. Begraben, verbrennen oder „der Wissenschaft vermachen”? Als Ort einer „letzten Ruhe” wird längst nicht mehr nur das Grab auf dem Friedhof gesehen. Soll jedoch darauf eine passende Antwort gefunden werden, braucht es eine zeitgemässe Vorstellung von Herkunft und Bildung dieses Körpers, der einmal unerbittlich verlassen wird.
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FR, 28. Oktober
Der dritte Mondknoten
Nur älter oder auch reifer werden?
Lange biographische Rhythmen wie das Jahrzehnt sind wohlbekannt. Viele haben zudem von den Jahrsiebten vernommen. Weniger weiss man vom Mondknotenrhythmus, der heutzutage durchschnittlich viermal in ein Menschen-leben hereinspielt. Fast genau auf den 56.Geburtstag fällt der dritte Knoten und damit aufs Ende des 8.Jahrsiebts. So wird das altersbedingte Abnehmen der Kräfte eingeleitet, eine Krise, die erneut Bewährung fordert.
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FR, 23. September
Gesund, heil, frei
Der belebte Leib, seine Seele, sein Geist
„Im Dufte des Herbstes atm'ich leicht und spann' meine Seele weit in sein Wesen, erfüllt vom Gold seines Lichtes.” So läßt sich das ideale Erleben dieser Jahreszeit in den gemäßigten nördlichen Breiten beschreiben. Dazu verwendet der Mensch die bewegten Sinne seines Leibes wie die Gesten seiner Seele, wenn er sie denn zuzulassen und zu handhaben versteht. Je genauer er deren Zusammenspiel kennt, desto feiner können sie ihm dienen.
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jeweils von 19h30 bis 21h30 in Bregenz, Ehregutaplatz 5
FR, 24. Juni
Schattenwurf
Ich und das Doppelgängerphänomen
Wie schön, wenn wir gleich der Johannisonne ganz aus unserem ureigenen Licht wirken könnten, wie bequem! Doch ist einem jeden unter uns von Geburt an ein Doppelgängerwesen beigegeben, auch um der Freiheit willen. Dieses wirft einen Schatten in meine Seele, der mein Licht verdunkelt. So wird das Böse durch den Menschen manifest. Muss ich mich nicht damit auseinandersetzen, wenn ich fortschreiten will?
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FR, 27. Mai
Heilige Stufen
Von den geistigen Hierarchien
Die abendländische Lehre von den heiligen Hierarchien wird auf den Paulusschüler Dionysius zurückgeführt, den vom athener Areopag. Darin findet die vielfältige antike Götterlehre ihre christliche Ausgestaltung in Bezug auf die Trinität. Die Geisteswissenschaft verbindet sie mit dem Entwicklungsgedanken und zeigt auf, wie die einzelnen Chöre dabei ineinanderwirken.
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FR, 29. April
Bitten, Danken, Loben
Beten in Not oder Freiheit
Was heisst es, ein Gespräch mit einem höheren Wesen zu wagen? Wenn der Mensch heute überhaupt betet, tut er dies meist aus Not und oft genug in überlieferten Formen. Auf diese Weise werden nur überlieferte Bilder erreicht, nicht aber gegenwärtige Wesen. Um solche anzusprechen, wird der betende Mensch sich selbst ohne Vorbehalt einbringen müssen. Das setzt Freiheit voraus.
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FR, 25. Februar
Gotteswort
Vom Wert heiliger Schriften
Kann der Torah oder den Evangelien oder dem Koran vertraut werden? Handelt es sich bei diesen heiligen Schriften wirklich um Gottes Wort, dann haben wir es mit unumstösslichen Wahrheiten zu tun! Diese Bücher sind jedoch widersprüchlich inspiriert. Wem trauen wir die rechte Deutung zu? Ein jedes Wort wird von dem Menschendenken, das sich auf es einlässt, gewichtet.
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FR, 28. Jänner
Hohe Würde
Was eine Weihe bewirken kann
Über Jahrhunderte gewachsene und allmählich verkrustete Strukturen der Heiligkeit mögen den Eindruck vermitteln, dass ihre Weihe besondere Menschen hervorbringe, die gegen Anfechtungen eher gefeit seien. Keine Weihe enthebt den Menschen seiner Freiheit, mithin seiner notwendigen Verantwortung, doch vermag sie seine Seelenkräfte zu stärken, um bewusst für andere wirken zu können.
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jeweils von 19h30 bis 21h30 in Bregenz, Ehregutaplatz 5
FR, 29. Oktober
Konzerne oder Staat?
Von der sozialen Dreigliederung
Wenn wirtschaftliches Vermögen an einigen wenigen Stellen zusammengezogen wird, entsteht eine Machtkonzentration, die das soziale Gefüge bedroht; ebenso, wenn die Ausübung von Gewalt unkontrolliert von einigen wenigen Stellen gehandhabt wird. Für eine gesunde soziale Entfaltung braucht es nicht zwei, die einander in Schach zu halten suchen, sondern drei, die einander aufwiegen.
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FR, 24. September
Sichtbar - unsichtbar
Was Materie ist, was Stoff, was Geist
Materie sei geronnener Geist, überliefert die Alchymie. Materie setze sich aus Teilchen zusammen, die ihrerseits nur durch verschiedene Kombinationen zweier gegenläufiger Drehmomente (spins) zustande kämen, behauptet die Naturwissenschaft. Ein unüberbrückbarer Gegensatz? Wie entsteht Stoff? Was im Sichtbaren als Zufall erscheint, kann im Unsichtbaren als geistiges Wirken erkannt werden.
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FR, 25. Juni
Der Mensch in der Krise
Notwendigkeit und Freiheit
Eine Krise (krísis ~ Entscheidung, Zuspitzung) zwingt den Menschen zum Handeln, indem sie ihm mit einem Verlust droht: das Bestehende verändert sich. Tritt sie ein, so gilt es, das Wertvolle vom Wertlosen zu unterscheiden (kríneo ~ ich trenne, unterscheide). Das will vom Ich geleistet werden. Die Notwendigkeit, Illusionen loszulassen, kann jedoch zur Entscheidungsfreiheit verhelfen.
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FR, 28. Mai
Bewegliche Form
Die Gestalt des physischen Leibes
Kopf, Rumpf und Gliedmassen - der physische Leib kommt einem vertraut und seine Anatomie und Physiologie jedem in groben Zügen bekannt vor. Das ist nicht unbedingt selbstverständlich, denn sein Funktionieren verlangt ein kompliziertes Zusammenspiel von einzelnen Formen, wie sie etwa in Zellen, Organen, Knochen erscheinen. Und diese entwickeln sich fortwährend weiter. Woher stammen die?
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FR, 30. April
Der Engel im Lebenslauf
Die begleitete Verantwortung
Auf unserem Planeten zu inkarnieren, heisst Verantwortung übernehmen, auch wenn man meint, sich nicht daran erinnern zu können. Mit dieser Verantwortung scheint der moderne Mensch ziemlich allein dazustehen. Der Schein trügt. Jeder individuelle Mensch wird von einem Botenwesen begleitet, das seinen Lebenslauf kennt und ihm beim Bewältigen der Herausforderungen zur Seite steht.
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FR, 26. März
Tage und Stunden
Wie der Lebensleib die Zeit gestaltet
Leben und Zeit haben viel miteinander zu tun. Vom Zeugungsaugenblick an verlaufen Wachstum und Reifung im irdischen Zeitstrom. Deshalb zeigt jedes Lebewesen neben seiner besonderen Raumgestalt auch eine Zeitgestalt. Darin lässt sich die Tätigkeit des jeweiligen Lebensleibes von Pflanze, Tier oder Mensch nachvollziehen. Diese Tätigkeit stösst zwar auf die stofflich mineralischen Gegebenheiten, orientiert sich jedoch am Lauf der Sterne.
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FR, 26. Februar
Sterne und Schlaf
Wie sich der Seelenleib weitet
Der Seelenleib des Menschen, auch Astralleib genannt, ist nicht so begrenzt wie dessen lebendiger physischer Leib. Je nach Bedarf und Umständen kann er verschiedene Formen und Grössen annehmen. Besonders während des Schlafes dehnt sich der Seelenleib im Astralen und damit in den Sternenraum. Sein Weg ist nicht in Astronomischen Einheiten zu messen, sondern wird über unterschiedliche Bildebenen vermittelt. Und diese lassen sich erforschen.
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Ehregutaplatz 5 © 2003 by DMGG
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FR, 27. November
Einschlafen - Aufwachen
Voraussetzungen für einen gesunden Schlaf
Im glücklichen Erwachen liegt ein Bündel günstiger Gelegenheiten, das sich dem Menschen immer wieder neu bietet. Was schlafend an Kraft und Sicherheit gewonnen werden konnte, steht nunmehr zur Verfügung, um auf allen Lebensgebieten eingesetzt zu werden. Natürlich braucht es dazu einen gesunden Schlaf, und der beginnt mit einem gezielt vorbereiteten Einschlafen. Ganz ähnliches gilt für das geistige Erwachen.
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FR, 30. Oktober
Dein Computer - Diener oder Gegner
Kulturförderung oder digitale Zersetzung
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FR, 25. September
Wohin wehst du, Menschen-Ich?
Vom Unteilbaren in Materie und Geist
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FR, 26. Juni
Geld und Individualität
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FR, 29. Mai
Entwicklung der Sprache
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FR, 1. Mai
Darwin und die Evolution
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FR, 27. März
Judentum und Christusereignis
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